Zukunft für Hildesheim: Arbeitsplätze sichern, Verantwortung aus der Geschichte wahren – keine Zustimmung für Rüstungspläne.
Die Debatte um eine mögliche Ansiedlung von Rüstungsunternehmen auf dem ehemaligen Bosch-Gelände im Hildesheimer Wald wird von den Grünen Hildesheim kritisch verfolgt.
„Unser oberstes Anliegen ist der Erhalt und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Die Bosch-Beschäftigten brauchen eine klare Perspektive. Aber es ist keine Entscheidung zwischen einem profitorientierten privaten Rüstungsunternehmen und dem Verlust der Arbeitsplätze. Bei der Diskussion muss die Zukunft des Standorts Bosch im Einklang mit unserer historischen Verantwortung reflektiert und einer nachhaltigen regionalen Entwicklung gestaltet werden“, erklärt Julia Gebhardt, Sprecherin der Grünen Hildesheim.
Geschichtliche Sensibilität
Das Gelände ist historisch belastet: Während der NS-Zeit wurden dort Rüstungsgüter produziert, tausende Zwangsarbeiter:innen mussten unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. „Gerade deshalb müssen wir besonders sensibel damit umgehen. Ein Einstieg in neue Waffenproduktion würde dieses historische Erbe missachten.“, betont Yannik Herbst, Co-Sprecher der Grünen und ergänzt: „Transparenz ist hier von besonderer Bedeutung! Spontane Ideen von Ministerpräsident Lies führen nur zu Unsicherheit und unnötiger Aufregung.“
Dialog statt Schnellschuss
„Wir brauchen eine breite, transparente Diskussion – mit Bosch, den Beschäftigten,
der Stadtgesellschaft und den politischen Entscheidungsträgern. Der Vorschlag des Ministerpräsidenten ist bisher nicht zu Ende gedacht. An erster Stelle geht es doch darum, den Standort von Bosch zu erhalten! Wir setzen uns dafür ein, dass Hildesheim auch in Zukunft ein Standort bleibt, der Zukunft und Sicherheit schafft – ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen“, so Co-Sprecher Herbst.
Bei Fragen bitte an ov-hi@gruene-hildesheim.de wenden.
