Aus Wut wird Widerstand – queerfeministischer Kampftag am 8. März 2026

Das Patriarchat macht wütend und schadet uns allen.

Anlässe für diese Wut gibt es mehr als genug:

  • Wenn der Heimweg zur Mutprobe wird, weil der schlimmste Fall immer mitgedacht werden muss.
  • Wenn Frauen die gleichen Jobs erledigen wie Männer – aber dafür weniger Geld auf dem Konto haben.
  • Wenn die Care-Arbeit und emotionale Verfügbarkeit selbstverständlich von Frauen erwartet, aber kaum gesehen wird.
  • Wenn andere über unseren Körper hinweg diskutieren – und unsere Schmerzen als „typisch weiblich“ abtun, weil Medizin immer noch für testosteronbasierte Körper entwickelt und erforscht wird.
  • Wenn der male-gaze weiterhin als entscheidendes Kriterium für unseren „Wert“ der Maßstab ist.
  • Wenn marginalisierte Menschen durch patriarchale Gewalt unterdrückt werden.
  • Wenn Jungs beigebracht bekommen, dass sie nur emotional abgestumpft und mit unterdrückten Bedürfnissen „echte Kerle“ sind.

Wenn Sprüche, Blicke und vermeintliche Witze den Alltag durchziehen – ja, wenn all’ das Alltag ist, dann ist es vor allen Dingen das: Eine noch nicht genug ausgesprochene Ungerechtigkeit.

Wir sind müde, uns zu erklären. Wir sind müde, geduldig zu sein.

Unsere Wut ist das Ergebnis systemischer Ungerechtigkeit und sie wird immer stärker zur transformativen Kraft für mehr Selbstbestimmung und Selbstermächtigung.

Wir fordern:

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
2025 haben Frauen im Durchschnitt pro Arbeitsstunde 16 % weniger als Männer verdient. Diese Lohnlücke muss geschlossen werden!
Deshalb:
– Transparenz über Lohngefälle
– Mutterschaftsgeld für Selbstständige
– Reform des Ehegattensplittings

Vereinbarkeit von Familie und Beruf (auch für Väter)
– flexible Arbeitszeiten
– Elternzeit reformieren: mindestens 1 ⁄ 3 der Zeit von jedem Elternteil nutzen
– verlässliche Kinderbetreuung
– Gerechte Verteilung von Sorgearbeit

Gewaltschutz
Geschlechtsspezifische Gewalt, ob im privaten oder öffentlichen Raum, betrifft nach wie vor hauptsächlich Frauen, inter, nicht-binäre und trans Personen sowie Menschen, die sich ohne Geschlechtsidentität erleben (FLINTA*).
Deshalb:
– elektronische Fußfessel möglich machen
– Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für Betroffene bei Partnerschaftsgewalt, häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt und ihre Kinder
– Notfallversorgung für Opfer von Vergewaltigung
– Eigenständigen Aufenthaltstitel für Gewaltbetroffene Frauen, deren Aufenthaltsstatus vom Partner abhängt
– Sichere Wege durch Berücksichtigung geschlechterspezifischer Bedürfnisse bei der Gestaltung von Parks, Straßen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Beleuchtungskonzepten

Selbstbestimmung
– FLINTA*-Quoten in Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen & ein Paritätsgesetz zur Wahl des Bundestages
– Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen
– Kostenfreie ärztlich verordnete Verhütungsmittel
– Ein geschlechtergerechtes Gesundheitssystem & Forschungsgelder für geschlechtergerechte Medizin

*FLINTA* ist ein Akronym, das für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen steht – also alle Geschlechter aus cis-männlich

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